Pressemitteilung, 2014-10-20
Sie sind hier: Aktuelles » Pressemitteilung, 2014-10-20

Pressemitteilung, 2014-10-20

DRK verstärkt Einsatz in den Ebola-Gebieten – ein Überblick Stand: 20.10.14

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verstärkt seinen Einsatz in Westafrika. Vor Ort werden die nationalen Rotkreuzgesellschaften unterstützt, zusätzlich plant das DRK den Auf- bzw. Ausbau von Behandlungsstationen für Ebola-Kranke in Liberia und Sierra Leone, die dann auch vom DRK betrieben werden. Dafür benötigt das DRK dringend Fachpersonal wie Ärzte und Pfleger.

Was plant das DRK?

  • In Sierra Leone plant das DRK den Ausbau einer bereits vom Internationalen Roten Kreuz betriebenen Behandlungsstation für Ebola-Patienten in Kenema.
  • In Liberia wird das DRK in Monrovia ein Krankenhaus errichten, das mit personeller und logistischer Unterstützung der Bundeswehr betrieben werden soll.

Was macht das DRK aktuell?

  • Zurzeit sind je ein Erkundungsteam in Liberia und Sierra Leone vor Ort, um wesentliche Informationen für die konkreten weiteren operativen zu ermitteln. Mit ihrer Rückkehr wird in diesen Tagen gerechnet.
  • Die DRK-Gesundheitsexpertin und ausgebildete Ärztin hat in Sierra Leone vorübergehend die Leitung des Hospitals übernommen.
  • In Intensivkursen in Würzburg werden aktuell die Freiwilligen auf ihren Einsatz vorbereitet. Diese werden vom DRK in Zusammenarbeit mit dem Missionsärztlichen Institut und der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg ausgerichtet. Auf dem Lehrplan des zweitägigen Kurses steht insbesondere der richtige Umgang mit der Schutzausstattung, mit Mitteln und Wegen der Desinfektion oder Patientenscreening. Das Kurrikulum wurde von Ärzte ohne Grenzen (MsF) entwickelt und dem DRK zur Verfügung gestellt.

Wie viele Freiwillige haben sich gemeldet?
Stand: 17.10.

  • Gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium und der Bundesärztekammer hat das DRK am 25. September medizinisches Personal aufgerufen, sich für den schwierigen Einsatz in Westafrika zu melden.
  • Bisher haben sich 1746 Interessenten gemeldet, 450 haben sich konkret beworben. Davon sind 162 Personen grundsätzlich für den schwierigen Einsatz geeignet, darunter 70 Ärzte. Zugleich  gehen nach wie vor weitere Bewerbungen ein und es sind noch nicht alle vorliegenden Bewerbungen final ausgewertet.
  • Die Freiwilligen werden nach Kriterien wie Berufserfahrung, Tropentauglichkeit und Englischkenntnissen ausgewählt.

Es wird weiterhin medizinisches Personal gesucht, der Aufruf ist nach wie vor aktuell. Denn die Arbeit in diesen beiden klinischen Einrichtungen erfordert eine hohe Personalrotation – einerseits bedingt durch den physischen und psychischen Anspruch der Tätigkeit, andererseits durch den hohen Betreuungsbedarf der Patienten. Medizinisches Personal wird vor Abreise und fortlaufend vor Ort geschult und soll alle 4 Wochen ausgetauscht werden.

Welche Qualifikationen werden gesucht?

Für den Einsatz wird dringend medizinisches Fachpersonal gesucht. Konkret sind das:

  • Ärzte (auch in Leitungsfunktionen),
  • Kranken- und Gesundheitspflegepersonal,
  • Hebammen,
  • Physiotherapeuten,
  • Pharmazeuten,
  • Labortechniker und
  • Röntgenfachkräfte.

Darüber hinaus werden Techniker (Wasser und Sanitär, Elektriker) und Logistiker gesucht. Die Freiwilligen werden durch das DRK umfassend im Umgang mit Ebola geschult, die Lohnfortzahlung und Versicherung während des Einsatzes übernimmt das DRK.

Wie kann der Einzelne helfen?

Auch wer über keine der gesuchten Qualifikationen verfügt, kann helfen, damit Ebola so schnell wie möglich eingedämmt wird. Der Einsatz des DRK in Westafrika wird zum Teil von der Bundesregierung finanziert. Darüber hinaus unterstützt das DRK mit Spendengeldern die dringend notwendige Stärkung der lokalen Gesundheitsstrukturen in der Region, der Ausbildung von Freiwilligen für den Einsatz in Ebola-Gebieten und der Freiwilligen von den Nationalgesellschaften des Roten Kreuzes vor Ort. Je mehr Menschen direkt in den betroffenen Gebieten aufgeklärt und geschult werden können, desto eher wird eine weitere Ausbreitung verhindert. Das DRK benötigt für seinen Kampf gegen Ebola dringend Spenden:

Spendenkonto:
IBAN DE63370205000005023307
BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)

Alternativ:           
Kto.: 41 41 41
BLZ: 37020500

Stichwort:
Ebola

22. Oktober 2014 11:20 Uhr. Alter: 3 Jahre