Pilotprojekt „Silberinsel“ in Suhl: DRK schafft neue Anlaufstellen für ältere Menschen im Alltag
Mit dem Pilotprojekt "Silberinsel" startet der DRK Kreisverband Suhl e. V. eine neue, nach unseren Recherchen deutschlandweit einmalige Initiative zur Unterstützung älterer Menschen im Stadtgebiet.
Ziel ist es, ein gut sichtbares Netzwerk aus teilnehmenden Geschäften, Apotheken, Cafés, Restaurants und Dienstleistungsbetrieben aufzubauen, die Seniorinnen und Senioren in schwierigen oder verunsichernden Alltagssituationen schnell und unkompliziert Hilfe vor Ort anbieten.
Das Projekt ähnelt vom Grundsatz dem ERDI-Projekt in Suhl bzw. den deutschlandweiten Kindernotinseln, nur mit einer anderen Zielgruppe und besonders mit dem Zweck, gefühlte Sicherheit zu geben, auch wenn keine akute Hilfe notwendig ist.
Insbesondere Menschen in höherem Alter sollen das Gefühl erlangen:
„Da ist jemand der mir hilft“ und dadurch Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken und sich eben nicht Stück für Stück aus dem Leben in der Öffentlichkeit zurückziehen.
Die Silberinsel versteht sich als niedrigschwellige Anlaufstelle für ältere Menschen, genau dort, wo Hilfe im Alltag gebraucht wird.
Ob Orientierung bei Unsicherheit, eine kurze Begleitung, eine sichere Wartezone oder die Kontaktaufnahme zu Angehörigen:
Teilnehmende Partnerbetriebe bieten Unterstützung mit einer freundlichen Ansprache und geschulten Mitarbeitenden.
"Mit der Silberinsel möchten wir ältere Menschen im Alltag stärken und gleichzeitig ein Zeichen für mehr Sicherheit, Menschlichkeit und Miteinander in Suhl setzen", erklärt Sebastian Wächter, Vorstandsvorsitzender des
DRK Kreisverband Suhl e.V.
"Unser Ziel ist es, verlässliche Hilfeorte im Stadtbild sichtbar zu machen und gemeinsam mit engagierten Partnern ein starkes lokales Netzwerk aufzubauen."
Alle Unternehmen, die sich als Silberinsel beteiligen, werden durch den DRK Kreisverband Suhl fachlich begleitet und auf ihren Silberinselstatus konkret und KOSTENLOS vorbereitet.
Dazu gehört ein kostenfreier Erste-Hilfe-Kurs mit Schwerpunkt Seniorennotfälle sowie eine kostenfreie Schulung zum Umgang mit Senioren in herausfordernden Situationen.
Darüber hinaus erhalten alle Projektpartner einen Infoständer mit wichtigen DRK-Hilfsangeboten für Senioren in Suhl sowie einen gut sichtbaren Silberinsel-Aufkleber für Schaufenster und Eingangstüren.
Das Projekt ist nicht über Drittmittel finanziert. Die Kosten trägt ausschließlich der DRK Kreisverband Suhl e.V..
Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die offizielle Silberinsel-Karte, auf der alle teilnehmenden Standorte veröffentlicht werden. Diese Karte soll künftig an zahlreichen Orten in Suhl ausliegen sowie online abrufbar sein und so dazu beitragen, dass Seniorinnen und Senioren, Angehörige und Interessierte die Anlaufstellen schnell finden können.
Mit der Silberinsel verbinden alle Unterstützer sowie der DRK Kreisverband Suhl soziale Verantwortung, praktische Hilfe und lokale Vernetzung. Das Pilotprojekt soll dazu beitragen, Suhl noch seniorenfreundlicher und sicherer zu gestalten, gemeinsam mit Unternehmen, die Verantwortung übernehmen und im Alltag sichtbar helfen wollen.
Derlei Projekte kann der DRK Kreisverband Suhl durch seine treuen Fördermitglieder langfristig realisieren. Wer den DRK Kreisverband darüber hinaus unterstützen möchte, kann eine Spende, gleich in welcher Höhe, an das Spendenkonto des DRK Kreisverbandes Suhl e.V. unter der
IBAN DE 70 8207 0024 0463 7807 00 bei der Deutschen Bank richten.
Interessierte Unternehmen und Einrichtungen, die Silberinsel-Partner werden möchten, können sich schnell und unkompliziert an den
DRK Kreisverband Suhl e.V. wenden.
Kontakt:
DRK Kreisverband Suhl e. V.
Projektkoordination "Silberinsel"
silberinseldrk-suhl.de
Besucheradresse:
DRK-Kompass
Marienstieg 6
98527 Suhl
Tel.: 03681/7929 777
Erstmalig vorgestellt wurde das Projekt beim traditionellen Weinabend des Suhler Innenstadtakteure, liebevoll organsiert über das Citymanagement Suhl durch Silvia Bergner und Katja Hanf.
Passenderweise war der mittlerweile stark frequentierte DRK-Kompass diesmal der Gastgeber und begrüßte seine Gäste mit Live-Jazzmusik, stimmungsvoller Beleuchtung des Marienstieges, Beachparty-Atmosphäre mit DRK-Liegestühlen und einem eiskalten Martini zum Auftakt.
Während die Gäste die DRK-Fotoausstellung im endlos langen Kompassflur bestaunten und der ein oder andere weitere schmackhafte Rebensaft den Flaschen entsprang, ließ es sich die DRK-Zentralküche aus Zella-Mehlis nicht nehmen, die Gäste mit ausgefallenen Gaumenfreuden zu verwöhnen. Nach der offiziellen Begrüßung führte DRK Vorstandsvorsitzender Sebastian Wächter die Gäste in das Netzwerktool „Biete Hürde – suche Lösung“ ein und startete gleich am Beispiel der Silberinsel mit einer Hürde und der dazugehörigen praktischen Lösung.
An dieser Stelle wurde auch das Geheimnis gelüftet, was es mit den spannenden Losen am Eingang auf sich hatte, die jeder Besucher noch vor dem ersten Martini zu ziehen gebeten wurde.
Alles in allem waren sich die Gäste einig, dass dieser Netzwerkabend seinem Namen alle Ehre gemacht hat, nicht nur Probleme (Hürden) der Stadt wurden trefflich besprochen, sondern immer der Blick zur möglichen Lösung gerichtet.
Im Falle des neuen Projektes Silberinsel haben sich schon während der Vorstellung durch unseren Vorstandsvorsitzenden zahlreiche Innenstadtakteure zu Wort gemeldet und spontan ihre Begeisterung und Unterstützung bekundet. Letztlich haben sich alle Teilnehmer des Abends für die Silberinsel-Partnerschaft registriert. Ein Start wie er besser nicht hätte sein können. Das DRK wird nach dem in den kommenden Tagen folgenden öffentlichen Aufruf zur Silberinsel-Partnerschaft, die entsprechende Schulungsreihe für die Silberinsel-Partner strukturieren und nachdem alle Partner die Schulung durchlaufen haben, das Projekt offiziell starten.
Die Zeit des Weinabends verging wie im Flug und so verließen die Gäste mit vielen guten Impulsen und dem sicheren Gefühl, nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung zu sein den DRK-Kompass. Dabei war das Lob für das Orgteam des DRK-Kreisverbandes Suhl um Ulrike Geißler, Katrin Heiner, Juliane Pohl und Kristin Pommer sowie über das DRK-Küchenteam kaum zu überhören.
Mit freundlichem Gruß
Sebastian Wächter
Vorstandsvorsitzender
DRK Kreisverband Suhl e. V.

